Der Wald ist ein Ort der Liebe

Wald #20
WINTER 2015
COVERPHOTO:PRIVAT

"er ist lebhaft, entwickelt sich je nach Umgebung ganz unterschiedlich."

Es ist ja so, dass wir Menschen uns ganz gerne von der Natur abgrenzen. Auf der einen Seite sehen wir das Wilde, Tiere und Pflanzen – die Natur eben. Auf der anderen stehen wir, die Kultur.

Aber immer wenn wir genauer hinsehen und uns ganz ehrlich sind, hält das eigentlich nicht. Dann stellen wir nämlich fest; so groß sind die Unterschiede nun auch wieder nicht. Ja, wir wissen wie das klingt. Aber man muss gar kein Esoteriker sein, um das so zu sehen. Auch Pflanzen haben zum Beispiel, wenn Energie knapp wird, Stress und reagieren auf ihn. Und auch Tiere suchen die Liebe. Okay, ihnen geht es da mehr ums Wesentliche als uns. Sie wollen sich fortpflanzen, sonst nichts. Aber immerhin.

Ab Seite 56 lesen Sie, wie ein junger Hirsch sein Revier verlässt, weil er bei sich zuhause keine Hirschdame abbekommt. Ab Seite 42 zeigen wir einpaar Beispiele von Tieren, die ihr Leben mit den immer gleichen Partnern und in Familienverbänden verbringen – auch wenn das auf den ersten Blick evolutionstechnisch nicht viel Sinn macht.

Der Wald ist wie wir.

Er ist lebhaft, entwickelt sich je nach Umgebung ganz unterschiedlich. Manchmal geht es bei ihm turbulent zu. Und manchmal nimmt er sich eine Auszeit. So wie jedes Jahr im Winter, wenn alles in der Natur auf Sparflamme läuft, alles ruhig scheint und doch etwas los ist. Denn, dass jetzt alles schläft stimmt so nicht. Ganz zur Ruhe kommt der Wald nie. Wir kennen das.

die Redaktion
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Dieses Mal im WALD...

Beobachtung

BEST-OF, wald #20

Im Rotwildviertel

Ein junger Hirsch aus den Donau-Auen hofft auf die Liebe, findet aber keinen Anschluss. In seiner Not entschließt er sich zu einem Ausflug in die Slowakei. Und hat Erfolg.